Elvio Cogno war 60 Jahre alt, als er beschloss, noch einmal von vorn zu beginnen. Er krempelte die Ärmel hoch, restaurierte das Anwesen, kaufte Weinberge im Ortsteil Ravera und begann zu experimentieren.

Es waren schwere, heroische Jahre, in denen die Arbeit unendlich erschien, ebenso wie aber auch die Leidenschaft für diese Arbeit.

Tatkräftig unterstützt wurde Elvio Cogno von seiner Tochter Nadia und deren Ehemann Valter Fissore, die dann wenig später in den Betrieb eintraten.

Die Produktionsphilosophie beruht auf traditionellen Methoden mit langen Gärzeiten und dem Ausbau in großen Fässern. Aber die Beziehung zum Boden ist innovativ: Man versucht, das Terroir gänzlich zu erkunden, die Verknüpfungen zwischen Winzer, Rebe, Boden und Ambiente zu vertiefen, damit sich diese Mischung an Faktoren in elegante, überzeugende und charakteristische Weine umsetzen kann.

Die erste Lese des Nebbiolo findet 1991 statt und vier Jahre später kommt der Wein unter dem Namen Barolo Ravera in den Handel. Es ist der erste Wein, der auf dem Etikett die Bezeichnung einer geografischen Lage trägt, was erst viele Jahre später reglementiert werden sollte.

Mit einer Prise Kühnheit und mit der den Träumern eigenen Visionen werden einige neue Anpflanzungen geschaffen. Ebenfalls im Jahr 1991 wird für den Weinberg Vigna Elena (benannt nach dem Namen der Tochter von Nadia und Valter) die Nebbiolosorte „Rosé“ gewählt.
Diese Sorte ist bekannt für die Produktion von feineren und duftenderen Weinen, die aber weniger farbintensiv sind. Eine riskante Entscheidung, die damals von vielen kritisiert wurde, sich aber mit der Zeit als erfolgreich herausstellt: Heute ist Vigna Elena das Glanzstück des Unternehmens Cogno und aufgrund seiner herausragenden Charakteristiken der Barolo, der am meisten geschätzt wird.